2017 Distinguished Gentleman’s Ride Frankfurt: „Die tun nix, die wollen nur spenden“

Besorgnis, Unwohlsein oder gar Angst sind bei vielen Menschen die ersten instinktiven Gefühle, wenn Ihnen eine wirklich große Gruppe Männer auf schweren und lauten Motorrädern entgegenkommt. Biker-Gruppen werden traditionell mit Rockern, Outlaws, Bandenkriminalität, Machismo und rüpelhaftem Auftreten assoziiert. Doch wenn am 24. September in 600 Städten in 95 Ländern über 70.000 Männer und Frauen auf Motorrädern zusammen kommen, werden sich die Bürger verwundert die Augen reiben – denn statt Kutten, schwarzem Leder, Totenkopftüchern und martialischem Auftreten kommen an diesem Sonntag auf der ganzen Welt Gentlemen und Gentlewomen in feinem Zwirn, Tweed-Anzügen oder fantasievollen historischen Outfits zum Distinguished Gentleman’s Ride zusammen und flanieren gemütlich auf ihren zweirädrigen Klassikern oder Custom-Bikes freundlich winkend durch die Innenstädte.

Sehen und gesehen werden ist das Motto: an markanten Plätzen oder Sehenswürdigkeiten wird Rast gemacht, um miteinander und mit den Passanten ins Gespräch zu kommen – denn diese verlieren schnell ihre Scheu und haben viele Fragen nach dem wer, was und warum des Events.

Flapsig gesagt könnte man es auf die Formel bringen: „Die tun nix, die wollen nur spenden“. Denn neben dem Wunsch, das kollektive Bild von Motorradfreunden zu verbessern, ist die Sammlung von Spenden für den oft vernachlässigten Komplex „Männergesundheit“ das zweite große Ziel der Veranstaltung.

Der Australier Mark Hawwa hat den Distinguished Gentleman’s Ride 2012 in seiner Heimat Sydney ins Leben gerufen. Die Inspiration kam durch ein Foto, dass Don Draper, den stilvollendeten Held der US-Fernsehserie „Mad Men“, die im Milieu einer New Yorker Werbeagentur der 60-er Jahre spielt, in perfekt sitzendem Anzug auf einem klassischen Motorrad der Marke Matchless zeigt. Mit diesem Bild im Kopf sammelte Hawwa Gleichgesinnte um sich, um seine Idee von Gentlemen auf Motorrädern, die Gutes tun, in die Realität umzusetzen.

Der Funke sprang schnell über, nachdem im ersten Jahr des Rides bereits 2.500 Teilnehmer in 64 Städten zusammenkamen. Seit 2012 sind bereits 8 Mio. US$ Spendengelder gesammelt worden, die dank des Charity-Partners „Movember Foundation“ dem Ziel zugutekommen, die Lebenserwartung von Männer zu erhöhen.

Diese Stiftung widmet sich als einzige weltweit der gezielten Bekämpfung einiger der größten Ges

undheitsproblemen von Männern: Prostata- und Hodenkrebs, einer schlechten psychischen Gesundheit sowie der Suizidprävention. Der 2017 Distinguished Gentleman’s Ride hat sich zum Ziel gesetzt, beim diesjährigen Event 5 Mio. Dollar für die Movember Foundation zu sammeln.

Auch in Frankfurt am Main wollen am 24. September zum wiederholten Mal über 150 perfekt gestylte Männer und Frauen auf ihren schicken

Zweirädern zusammenkommen, um durch die Bankenmetropole zu cruisen und dabei für ein differenzierteres Bild von Biker zu werben und Geld zu sammeln, mit dem verhindert werden soll, dass Männer immer noch zu jung sterben.

Der Frankfurter Ride wird in diesem Jahr erstmals von der Motorrad- und Lifestyle-Community „Les Apaches de Francfort“ organisiert. Dieser lockere Zusammenschluss von Freunden schöner Motorräder, Mode, Kunst und Musik ist bereits seit seiner Gründung vor drei Jahren als Gast bei den Frankfurter Gentlemen-Ausfahrten dabei und verkörpert den Geist dieser Veranstaltung perfekt, die Gutes und Geselligkeit wunderbar kombiniert.

Der britische Traditions-Motorradhersteller Triumph ist auch in 2017 einer der Hauptsponsoren des weltweiten Events. Die „Apachen“ konnten zudem die Frankfurter Triumph-Niederlassung mit Sitz in Rosbach als Unterstützer und Spender des lokalen Distinguished Gentleman’s Ride gewinnen.

 

Weitere Infos:

www.gentlemansride.com

www.movember.com

www.lesapaches.de

 

Text: Frank Schulte

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